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2004年04月06日
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历史
Friedrich, Jörg Brandstätten: Der Anblick des Bombenkriegs (Propyläen) 2003 hardcover. 239pp. Illustrated. ISBN:
3549072007 USD $ 46.95
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Mit seinem Buch »Der Brand« hat der Berliner Historiker Jörg Friedrich einen sensationellen Erfolg erzielt und weltweit Beachtung gefunden. Erstmals wurde der Bombenkrieg der Briten und Amerikaner gegen Deutschlands Städte
aus der Sicht der Betroffenen, der dem Bombardement ausgesetzten Zivilbevölkerung geschildert. Von der Kritik besonders hervorgehoben wurde Friedrichs erzählerische Leistung, mit der er das traumatische Geschehen in eine eigene, dichte Sprache gekleidet und damit in unser Gedächtnis zurückgerufen hat. Nun
legt Friedrich einen großen Bildband zum Bombenkrieg vor, der bewegendes, weitgehend unveröffentlichtes Fotomaterial aus den Archiven deutscher Städte dem Vergessen entreisst. Gezeigt werden die gespenstische Ruinenlandschaft, die Zuflucht der Bevölkerung in Kellern und Bunkern, die Bergung der
Opfer, der Alltag in den Trümmerwüsten und die infame Regie der NSDAP, die den Entronnenen Butterbrote, den Toten Staatsbegräbnisse und den Kapitulanten das Schafott bereitete. Eröffnet wird die Bilderfolge mit dem Gang durch eine Traumlandschaft: die historisch gewachsenen, zumeist mittelalterlichen Städte
in der Stunde vor ihrer Zerstörung. Als Kontrast schließt der Band mit verstörenden Bildern des Wiederaufbaus, der zumeist ohne Rücksicht auf überkommene Strukturen und städtische Wurzeln erfolgt ist. Erläuternde Texte von Jörg Friedrich begleiten die Bilderzählung von den »Brandstätten«,
die den Bombenkrieg, diese große Katastrophe unserer Zeitgeschichte, in die deutsche Wirklichkeit zurückholt.
Raphael, Lutz Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme: Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart (C.H. Beck) 2003
paperback. 293pp. ISBN: 3406494722 USD $ 28.95
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Dieser Band bietet eine grundlegende Einführung in die Konzepte, Probleme und Gegenstände der Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Er nimmt dabei die großen internationalen Forschungstendenzen ebenso in den Blick wie
den Einfluß der Geschichte des 20. Jahrhunderts auf die Entwicklung der modernen Geschichtswissenschaft. Lutz Raphaels souveräner Überblick ist ein unentbehrliches Kompendium für jeden, der die Entwicklung der Geschichtswissenschaft von 1900 bis zur Gegenwart verfolgen will.
Schaller, Klaus Johann Amos Comenius: Ein pädagogisches Porträt (UTB - 2447) 2004 paperback. 140pp. ISBN:
3825224473 USD $ 28.95
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Die »Große Unterrichtslehre« des J.A. Comenius gehört ins Marschgepäck jedes Pädagogen. Hier wird systematisch den Spuren nachgegangen, auf denen Comenius zu seinen didaktischen »Erfindungen«
gelangt ist. Von der böhmischen Reformation ist die Rede und von der Brüderunität, deren Bischof Comenius war. In der Verfolgungsgeschichte seiner Glaubensbrüder wurzeln seine pädagogischen und politischen Visionen. Zunächst sollten seine Konzepte der Wiederherstellung des Böhmischen
Paradieses nach der Rückkehr der Vertriebenen in die Heimat dienen, und dann der Verbesserung der menschlichen Angelegenheiten auf der ganzen Welt. Der Philosophie des R. Descartes stellte Comenius seine Pansophie entgegen, der von F. Bacon begründeten Naturwissenschaft seine an Menschlichkeit orientierte
pansophische Wissenstheorie. In diesem Kontext wird die Didaktik als bloße Unterrichtstechnologie zur pädagogischen Disziplin weiterentwickelt.
Schmidbauer, Wolfgang Der Mensch als Bombe: Eine Psychologie des neuen Terrorismus (Rowohlt) 2003 hardcover. 270pp. ISBN:
349806357X USD $ 41.95
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Selbstmordattentäter verwandeln sich in lebende Bomben und reißen unschuldige Zivilisten mit in den Tod. Junge Fanatiker steuern in New York Passagierflugzeuge mitten hinein in Wolkenkratzer. Diese nueue Form des Terrorismus ist schockierend, sie rüttelt an den Grundfesten der Zivilisation.
Wie soll man jemandem beikommen, dem nicht einmal das eigene Leben heilig ist?
Schwaabe, Christian Antiamerikanismus: Wandlungen eines Feindbildes (Wilhelm Fink) 2003 paperback. 226pp. ISBN:
3770539265 USD $ 41.95
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Antiamerikanismus hat im modernen Deutschland eine lange, wenn auch keineswegs bruchlose Tradition. Das durchaus ambivalente Verhältnis zu Amerika erfüllt in sehr unterschiedlicher Weise eine wichtige Funktion bei der Frage nach der eigenen deutschen Identität. Schwaabe verknüpft in seiner
Untersuchung diese beiden Dimensionen als zwei Seiten derselben Medaille: Die deutschen Amerikabilder sind Spiegelungen des eigenen Selbstbildes. Dabei markiert das Jahr 1945 eine fundamentale Wende. Der Antiamerikanismus vor 1945, zumal in Weimar, war ein rechter, radikal antiwestlicher. Nach 1945, mit dem
apokalyptischen Scheitern des deutschen Gegenentwurfs eines martialischen Heldentums, wird Amerika in vielerlei Hinsicht zum Katalysator der bundesdeutschen Verwestlichung. Neben der lebensweltlichen »Amerikanisierung« kommt es spätestens mit 1968 und dem Vietnamkrieg zu einem neuen, nun »linken«
Antiamerikanismus. Jetzt stehen die USA, in bemerkenswerter Verkehrung der alten Rollen, für Militarismus und Imperialismus. Sie stehen damit auch für die eigene deutsche Vergangenheit, von der sich die zivilen, postheroischen Bundesbürger gründlich gelöst haben
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