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2004年04月22日
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Ingeborg Bachmann Preis
Parei, Inka Die Schattenboxerin (Roman) [Ingeborg Bachmann Preis 2003] (Fischer - 14869) 2001 paperback. 182pp. ISBN: 3596148693 USD$19.95
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Inka Pareis »Schattenboxerin« ist die glänzend erzählte Geschichte einer jungen Frau, deren Leben nach einer Vergewaltigung aus den Fugen gerät, und zugleich ein fesselnder Großstadtroman vor der
Kulisse Berlins kurz nach der Wende.
Glaser, Peter Geschichte von Nichts [Ingeborg-Bachmann-Preis 2002] (Kiepenheuer & Witsch) 2003 hardcover. 224pp. ISBN:
3462033107 USD$36.95
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Peter Glaser meldet sich eindrucksvoll zurück: Mehr als eine Dekade nach seinen richtungsweisenden Bänden »Rawums.« und »Schönheit in Waffen« zeigt er sich auf der Höhe seiner Erzählkunst. Der
Titel ist Programm: Es geht um nichts – und doch um alles, nämlich um den Menschen in der modernen Alltäglichkeit. Geschichten mitten aus dem Leben also, die um die eine große Frage kreisen: Wie kann man bestehen in einer Welt, die sich jeder Sinngebung verweigert? Peter Glaser liefert keine Antworten,
aber Beispiele dafür, wie Menschen sich behaupten, obwohl sie keine Helden sind. Mit extrem geschärfter Wahrnehmung und einer Lakonie, die den Zumutungen der Wirklichkeit ein feines Lächeln entgegensetzt, folgt er ihren Versuchen, Anschluss zu finden, glücklich zu werden, durchzuhalten. So führt die
Titelgeschichte den Leser in rasanter Fahrt vom Fuße der Pyramiden von Gizeh durch Griechenland und Italien nach Hamburg, immer auf den Fersen eines jungen Deutschen, der seine davongefahrene alte Tante sucht und dabei vom Verrat seiner Geliebten erfährt. In der Erzählung »Raumpflege«
entfaltet sich eine Verschwörungstheorie, nach der ein Analphabet, eine Putzfrau und ein Steuerberater den Lauf der Welt verändert haben. Durch die Mikrobeobachtung und die Raffinesse der erzählerischen Feinmechanik entstehen Texte, die die Weltwahrnehmung erweitern, weil sie rätselhafte Berührungen
mit der Wirklichkeit herbeiführen. Und immer wieder kann es einem passieren, dass man einen Satz liest, der die ganze Welt aufgehen lässt.
Lentz, Michael Muttersterben [Ingeborg-Bachmann-Preis 2001] (Fischer) 2004 paperback. 188pp. ISBN: 3596155495 USD$19.95
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Einer stirbt. Einer wird vergessen. Einer wird umgebracht. Etwas kommt abhanden. Was tun? "Muttersterben", das sind Momentaufnahmen alltäglicher Erfahrungen, die vom Abschiednehmen handeln. Sie erzählen vom Erinnern und davon, wie der Versuch, sich Situationen
und Vorgänge zu vergegenwärtigen, tragisch werden kann, oder absurd oder komisch. Kleinigkeiten werden zu Monstrositäten, Existentielles wird zur Bagatelle. So melancholisch wie unsentimental schildern die Geschichten die zum Teil grotesken Versuche, mit einem Verlust umzugehen, der plötzlich ein
Eigenleben entfaltet. Alles gerät zur Sensation und wird zugleich belanglos und nichtig. Eine Reise im Flugzeug lässt den Erzähler den Boden unter den Füßen verlieren, das Rauchen einer Zigarette transportiert die Leser unweigerlich in den Zoo, das Betrachten eines Fernsehkrimis bringt gehörig
die Phantasie durcheinander. Hier lernt man das Tierreich kennen, besucht Berlin, Paris und Olevano Romano bei Rom und stellt vielleicht fest, dass Sprache sich auch immer selber spricht, nie aber die Dinge auf den Punkt bringen kann.
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